Kölner Wochenspiegel November 2011
Kreiszeitung zum Auftritt am 06.11.2011
Die Bürgerstiftung Haldem-Arrenkamp hatte die charismatische Sängerin als musikalischen Höhepunkt zum Ende des Jubiläumsjahres zum 775-jährigen Bestehen Haldems eingeladen. Vor rund 140 Zuhörern ließ Kristina Linden die schwedische Diva im Haldemer Gemeindezentrum auferstehen. Mit langem schwarzen Kleid, langen Handschuhen und stilvollem Hut mit kleinem Schleier, nach der Pause im lila Paillettenkleid mit Federboa, verkörperte sie auch äußerlich die berühmten Sängerinnen aus zurückliegenden Zeiten.
„Zeit der Sehnsucht“ lautete der Titel ihres Konzertes, mit dem sie am Sonntagnachmittag rund zwei Stunden lang die Zuhörer in ihren Bann zog. Begleitet wurde sie am Klavier von Thomas Guthoff, der die Lieder auch selbst bearbeitet hat. Kristina Linden begeisterte mit gefühlvollen Stücken wie „Kann denn Liebe Sünde sein?“ von Zarah Leander oder „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehen“ ebenso wie mit schwungvollen Chansons wie „Waldemar“ oder „Das gibt´s nur einmal“.
In kurzen prägnanten Zwischenmoderationen brachte sie dem Publikum die Diven näher, die einst halfen, das Leben in schweren Zeiten lebens- und liebenswert zu machen.
Auch die Lieder der sehr jung bei einem tragischen Autounfall verstorbenen Alexandra ließ Linden erneut aufleben. „Zigeunerjunge“ ließ bei geschlossenen Augen rätseln, ob hier Kristina Linden oder Alexandra am Werk waren. Ihre tiefe rauchige Stimme verlieh auch diesem Stück besonders starken Ausdruck, und ihr Gesang landete direkt in den Herzen des Publikums.
Neben etlichen traurigen, teilweise melancholisch anmutenden Stücken wie „Lili Marleen“ oder „Nur nicht aus Liebe weinen“, die von unglücklicher Liebe, Sehnsucht und Verzweiflung erzählten, hatten die Künstler aber auch jede Menge Liedgut mit positiven Botschaften im Gepäck. „Heut Abend lad ich mir die Liebe ein“, kokettierte Linden und sprühte vor Leichtigkeit. Auch Hildegard Knefs Welthit „Für mich soll´s rote Rosen regnen“ interpretierte sie gleichermaßen ausdrucksstark wie leidenschaftlich.
Die Zuhörer im Gemeindezentrum genossen es, in eine vergangene Welt aus Glamour einzutauchen und entließen das Duo nicht ohne Zugaben. · hm
Kölner Wochenspiegel
Konzertankündigung "em Hähnche"
Solinger Morgenpost
(von Sandra Heinzelberger) Man fühlte sich ein bisschen zurückversetzt ins Berlin
der 20er und 30er Jahre. Mit langem schwarzen Kleid, Handschuhen und einem Hut
mit kurzem Schleier verkörperte Kristina Linden nicht nur äußerlich die berühmte
Zarah Leander. Mit ihrem charismatischen Auftritten und ihrer außergewöhnlichen
Stimme ließ die Kölner Sängerin die schwedische Diva im Saal der Freien
Evangelischen Gemeinde an der Oststraße regelrecht auferstehen.
Hierhin hatte der Männerchor 1980 Solingen nämlich zu seinem alljährlichen
Solistenkonzert eingeladen. Unter dem Titel "Irgendwo auf der Welt..." präsentierten
Chor und Solisten die Musik beliebter Kinofilme.
Ganz aktuell startete derMännerchor 1980 mit "Can you feel the love tonight" aus
dem Disney-Film "König der Löwen" in den Abend. Harmonisch das Solo, gesungen
von Chorleiter Ralf Leßenich, der gleichzeitig noch den Chor dirigierte. "Probier's mal
mit Gemütlichkeit" sangen die 80er in ihrem Medley aus dem Dschungelbuch zu.
Natürlich durfte auch das Stück "Irgendwo auf derWelt" aus dem 30er Jahre Film
"Ein blonder Traum" nicht fehlen und auch die Ohrwürmer "Ein Freund, ein guter
Freund" oder "Ich hab' dein Knie geseh'n". Schwungvoll und mit viel Freude
unternahm der Männerchor 1980 mit einem Querschnitt aus "My Fair Lady" auch
einen Ausflug in die Welt das Musicals.
Unterstützt wurden die Chorsänger dabei von Wolfgang Krupp. Der Bariton
bedauerte mit viel Witz den "Muttersprachenmord" und fragte auch den anwesenden
Oberbürgermeister Haug "Kann eine Frau nicht sein, wie ein Mann?". Spritzig und
mit viel Esprit vorgetragen, nahm Wolfgang Krupp mit "Die Panne mit der Susanne"
oder "Ich wollt', ich wär ein Huhn" das Publikumsofort gefangen. Charmant und mit
ungeheurer Bühnenpräsenz brachte Krupp die Zuschauer immer wieder zum Lachen
und setzte stimmungsvolle Höhepunkte.
Mit samtiger Stimme
"Nur nicht aus Liebe weinen" dagegen empfahl Kristina Linden. Mit ihrer samtigen
Stimme - gefühlvoll und doch energiegeladen - interpretierte sie die bekannten
Leander-Lieder "Kann denn Liebe Sünde sein" oder auch "Ich weiß, es wird einmal
ein Wunder gescheh'n". Begleitet wurde sie von Thomas Guthoff am Klavier, der die
Lieder auch selbst bearbeitet hat. Fröhlich ging es dann bei "Er heißt Waldemar" zu,
das Kristina Linden und die 80er gemeinsammit viel Freude präsentierten.
So nahmen der Männerchor 1980 Solingen und die beiden herausragenden Solisten
die Zuhörer mit auf eine Reise durch die Filmmusik. Das Publikum bedankte sich
dafür mit begeistertem Applaus und erklatschte sich fünf Zugaben.
Bürgerhaus Reisholz
Hotel zur Mühle
Bühne Bärenstark
Gasthaus "em Hähnche"
Schloss Rhaden
Gasthaus Hahn
Parkhotel Schlangenbad
Fränkische Nachrichten Internetausgabe
In vergangene musikalische Zeiten entführt:
Sängerin Kristina Linden bot den zahlreichen Zuschauern einen kurzweiligen Konzertabend in Bronnbach. Zum dritten Mal seit seiner Gründung im Jahr 2004 hatte der Lions Club Wertheim am Freitag zu einem Benefizkonzert nach Bronnbach eingeladen. Viele Gäste aus nah und fern ließen es sich auch nicht nehmen, das Solokonzert der Sängerin Kristina Linden mit ihrem aktuellen Programm "Zeit der Sehnsucht" im Bernhardsaal zu verfolgen.
Entsprechend erfreut zeigte sich Heinz-Peter Schuldt, Präsident des Lions Clubs, über den regen Zuschauerzuspruch, floss doch der Reinerlös des Abends in die Kassen der Kampagne "Sight First II" des Lions Club, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Bekämpfung von Augenerkrankungen und Blindheit in den ärmsten Ländern in der Welt finanziell zu unterstützen.
Kristina Linden hatte es sich an diesem Abend vorgenommen, das Publikum in die musikalische Welt der großen deutschsprachigen Diven des vergangenen Jahrhunderts zu entführen. Begleitet wurde Linden von Pianist Thomas Guthoff, der die Sängerin versiert und kongenial am Bösendorfer Flügel begleitete.
"Erinnerungen an Zarah Leander und andere große Sängerinnen des vergangenen Jahrhunderts": So lautete der Untertitel des Konzerts. Ausgerechnet Zarah Leander? Als Sara Stina Hedberg 1907 in Schweden geboren, von der UFA in den 1930er Jahre als Garbo- und Dietrich-Ersatz aufgebaut und aufgestiegen zum höchstbezahlten Filmstar Hitler-Deutschlands und Idol der braunen Elite, gelang es der Schwedin allerdings stets auch, sich der endgültigen Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten zu entziehen. Lehnte diese doch den damals heiß begehrten Titel der "Staatsschauspielerin" ab und blieb bis ans Ende ihrer Tage schwedische Staatsbürgerin.
Wie aber kommt eine, Anfang der 1970er Jahre geborene, Künstlerin darauf, ihr Bühnenprogramm hauptsächlich mit Liedern dieses Stars aus der Vergangenheit zu bestreiten? Nun, spätestens beim Lied "Kann denn Liebe Sünde sein" war die Frage beantwortet. Wer im Bernhardsaal die Augen schloss und sich das charakteristische leise Rauschen der Tonaufnahmen aus den "Dreißigern" dazudachte, konnte sie tatsächlich beinahe hören, diese unvergleichliche Stimme Zarah Leanders, die die Schwedin damals zum Liebling der Deutschen machte. "Ich singe keinen Bass, ich singe Kontra-Alt" hatte die Leander stets betont, und doch war ihre Stimme damals für die Öffentlichkeit sehr irritierend. Der Lage nach fast ein Bariton und doch in den hellen Passagen von gläserner Klarheit und mit ungewohntem androgynem Charakter.
Wie nahe Kristina Linden dem erklärten Vorbild kam, war schon aller Ehren wert. So erntete sie auch reichlich Applaus bei ihrer Interpretation der großen Klassiker der Zarah Leander von "Ich hab' vielleicht noch nie geliebt" über "Der Wind hat mir ein Lied erzählt" bis hin zum unvermeidlichen "Davon geht die Welt nicht unter" und vieler anderer Titel mehr.
Aber nicht nur die Lieder Zarah Leanders verstand Kristina Linden trefflich und werkgetreu zu interpretieren, auch anderer Diven ihrer Stimmlage hatte sich die gebürtige Kölnerin am Freitag angenommen. So gehörte der Klassiker von Hildegard Knef, "Für mich soll's rote Rosen regnen" ebenso zum Programm wie die deutsche Version des Piaf-Chansons "La vie en rose" und unvergängliche Höhepunkte aus dem Repertoire eines weiteren deutschen UFA-Stars, Marlene Dietrich.
In einer anderen Liga spielte da schon "Alexandra", bürgerlich Doris Nefedov, die in ihrer ebenso steilen wie kurzen Schlagerkarriere in den 1960er Jahren in ihren Chansons textlich meist die Klischees des Sehnsuchtskitsches bedienen musste. Stimmlich allerdings war die leider viel zu früh bei einem Autounfall verstorbene Sängerin über jeden Zweifel erhaben. Und auch Kristina Linden verfügte am Freitag über genügend stimmliche Ausdruckskraft, um den "Öko"-Chanson "Mein Freund der Baum ist tot" akustisch zum Genuss zu machen.
Kurzum, es gelang der Sängerin Kristina Linden, unter großem Anteil von Pianist und Arrangeur Thomas Guthoff, das Publikum in eine längst vergangene musikalische Epoche zu entführen, in der Diven noch echte Diven und die Namen der ganz großen ihrer Zunft durch die Verwendung des bestimmten Artikels anstelle des Vornamens gekennzeichnet waren.
Kristina Linden jedenfalls bescherte den zahlreichen Zuhörern einen kurzweiligen und vergnüglichen Abend und die Begegnung mit einer Musik und deren Protagonistinnen, deren Andenken auch heute noch bewahrt werden sollte. Ihren Liedern jedenfalls konnten die Jahre wenig anhaben, wie das Konzert eindrucksvoll unter Beweis stellte. Tilmann Fabig
© Fränkische Nachrichten - 05.03.2007
Rathaus Steinhagen
2006 - Auflösung von Du-Ton
Nach der Auflösung von DuTon wollte und konnte die Kölner Sängerin ihr Herzensprojekt nicht sterben lassen. So begab sie sich auf die Suche nach einem neuen Pianisten, für dieses Programm.
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